Vitamin C (1)

Zu Vitamin C in der Krebsfrage ist derart viel zu sagen und gibt es derart viele hoffnungsvolle Ansätze

und Forschungen, dass ein Blog nicht reichen wird.

 

Dass Vitamin C lebensnotwendig ist, erfuhren schon die Seefahrer, die an Skorbut erkrankten. Fehlt

Vitamin C, kommt es innerhalb von 2-4 Monaten zu Mangelerscheinungen und Skorbut.

 

Selbst im 18. Jahrhundert waren die einfachen Seefahrer, die auf Zitrusfrüchten während langer

Überfahrten schworen, aufgrund ihrer Erfahrung weitaus klüger als die besten Ärzte des Landes, die

ihre Scholle nie verlassen hatten und sich im Winter mittels Sauerkraut und Gurken ihren Vitaminanteil

unwissentlich besorgten.

 

Dann allerdings setzte der Siegeszug des Vitamins ein. Eigentlich war es wieder einmal auf einer

Überfahrt, als Kapitän Cook im Jahre 1776 in seiner Kombüse darüber nachdachte, wie er seinen

Leuten das so wichtige Sauerkraut schmackhaft machen konnte. Als er dann selbst mit gutem Beispiel

voran ging, aß auch die Besatzung – und es kam zu keinen gesundheitlichen Problemen.

 

Britische Schiffsärzte hatten die Beziehung zwischen Vitamin C und Skorbut zwar schon vor Cook

herausgefunden, aber es galt damals, wie heute, Menschen vom Guten zu überzeugen. Und das ist

nicht so einfach. Auch heute nicht. Und ganz besonders nicht, wenn es wieder einmal um Vitamin C

geht, diesmal aber nicht als Mittel gegen Skorbut, sondern als von Gott geschaffenes Antioxidans im

Kampf gegen Krebs.

 

Wenn es darum geht, Krebs zu vermeiden, finden wir in den Pflanzen alles, was wir brauchen. Wenn

es aber darum geht, Krebs zu bekämpfen, benötigt es stärkere Waffen.

 

Reden wir gleich einmal über ein großes Problem bei Vitamin C

 

  • Vitamin C gibt es überall, selbst in armen Ländern.
  • Vitamin C ist billig, es lässt sich kaum viel Geld damit machen.

Besäße ich also eine teure Firma, die Medikamente erzeugt, die Krebs und seine

Auswirkungen bekämpfen, würde ich mich ganz sicher nicht mit dem billigen Vitamin C

beschäftigen. Nein, ganz sicher nicht – im Gegenteil, ich würde vielleicht sogar Leute dafür

bezahlen, Studien anzufertigen, die dieses Vitamin als Placebo hinstellen.

 

Wenn da nicht einer aus dieser Reihe ausscherte – Linus Pauling.

 

Der amerikanische Chemiker Linus Pauling erhielt zweimal den Nobelpreis (in Chemie 1954 und den

Friedenspreis 1962). Und es mutet fast mittelalterlich an, wenn Linus Pauling in seinem (wie sonst)

umstrittenen Buch behauptet, dass eine hohe Gabe an Vitamin C Schnupfen oder Grippe heilen oder

verhindern kann. Schauen sie doch heute in die Auslage einer Apotheke, dann stellen sie sofort fest,

dass sich mit dieser Erkenntnis inzwischen doch eine Menge Geld verdienen lässt – oder?

 

Pauling wurde natürlich angefeindet. Es erschienen sogar Artikel, die darauf hinwiesen, dass hohe

Dosen an Vitamin sich sogar in ein Gift verwandeln und äußerst schädlich seien.

 

Aber Pauling ließ sich nicht beirren.

 

Nur – was hat das mit Krebs zu tun? Krebs spielt in einer anderen Liga als Schnupfen …

 

Pauling erhielt einen Mitstreiter in England. Der schottische Chirurg Cameron am Vale-of-leven-

Krankenhaus verabreichte seinen Krebspatienten regelmäßig Natriumascorbat. Schon seit zehn

Jahren experimentiert er und erkannte, dass bereits 10 Gramm Vitamin C täglich die

Widerstandsfähigkeit des Körpers erhöht. Er bestand darauf, dass Todkranke, die auf diese Weise

behandelt wurden, etwa vier Mal länger lebten, als ähnlich Kranke, die nicht behandelt wurden.

 

Und wie viel Vitamin C braucht der Mensch?

 

Pauling beschäftigte sich genau damit in seinen weiteren Studien.

 

Zunächst war bekannt: Der Körper von Affen und Menschen kann die Menge an Vitamin C, die

benötigt wird, nicht selber herstellen. Es muss von außen zugeführt werden.

 

Um also Skorbut zu verhindern, braucht es Vitamin C von außen. ABER – es genügen dabei einige

Milligramm an Vitamin C. Könnte man dann nach dem Prinzip leben “an apple a day keeps the doctor

away” – und wir sind aus dem Schneider?

 

Pauling hatte eine andere Zielrichtung –

 

Er rechnete hoch, wie viel Vitamin C der Körper von Tieren synthetisiert und kam zum Ergebnis, dass

ein etwa 70 kg schwerer Mensch entsprechend über 10 Gramm Vitamin C täglich verfügen sollte.

Kriegt ein Mensch diese Menge nicht, stellen sich Zivilisationskrankheiten ein, vor allem Krebs. Soweit

die Schlussfolgerung von Pauling.

 

Leider müssen wir zu diesem Ergebnis noch hinzurechnen, dass unsere heutigen Früchte auch nicht

mehr das sind, was sie einmal waren, egal ob sie hochgezüchtet und gegen alles gespritzt auf

unseren Feldern wachsen oder aus Südafrika oder China eingeflogen werden oder wie manche

Bananen ein Jahr im Kühlhaus auf ihren Verzehr warten.

 

Zurück zu Dr. Pauling. Er hat Vitamin C ins Rollen gebracht. Und es stellt sich die Frage, was kann

dieses beste aller Antioxidantien und was kann es nicht?

 

Oder die Frage anders formuliert: Wie viel Obst müssen wir essen und wie viel Vitamin C in

Tablettenform müssen wir verzehren, damit Krebszellen ernsthaft um ihre Existenz fürchten müssen?

 

Damit hat sich die Mayoclinic beschäftigt.

 

Und sie kam zum Ergebnis, dass eine egal wie hohe Dosis an Vitamin C oral verabreicht, keinen

Einfluss auf den Verlauf von Krebs hat. Der Vitamin C-Blutwert kann durch orale Einnahmen nicht über

70 u M/L (Mikromol per Liter) kommen. Durch die höchstmögliche orale Einnahme kann dieser

Blutwert bis auf 200, 250 erhöht werden, aber das war´s dann. Kein Problem für Krebs. Und – die

Mayoclinic hat recht!! Keine Frage, die Studien sind nachlesbar, dem widerspricht niemand.

 

Damit könnte man das Thema abschließen.

 

Wir tun es nicht. Wir erhöhen den Blutwert auf 350 – 400 und noch höher!

 

Und das durch gezielte, intravenöse Einnahmen von hochkonzentriertem Vitamin C, oral

genommenem Vitamin C Ester sowie Liposomal Vitamin C.

 

Dieses Thema wird fortgesetzt unter Vitamin C (2) und stellt sich dem Thema der Krebsbekämpfung

durch Vitamin C.