Glaube, der funktioniert!

Glaube, Bibel und christliche Werte betreffend sind die Menschen von heute zutiefst verunsichert. Beim Glauben weiß man einfach nicht, wie dieser funktionieren soll, die Bibel scheint ein altes, vergilbtes und bigottes Buch zu sein das den Anschluss zur Menschheit schlichtweg verloren hat und christliche Werte – ? In unserer egoistischen Profitgesellschaft, wo nicht der Mensch, sondern die Gewinnoptimierung zählt?

Und dennoch! Über allem gibt es einen Gott und die Verbindung zu diesem Gott geschieht durch Glauben (oder Vertrauen).

Na schön, meint da jemand – aber wie funktioniert das mit dem Glauben? Und zwar nachweislich!?

Darf ich diese Frage noch etwas verstärken?

Was ich an einem Staubsauger nebst der Staubbewältigung ganz besonders schätze ist der Knopf. Genial. Man schließt das Gerät ans Stromnetz an, drückt auf den Knopf und das Gerät beginnt zu saugen.

Ist das mit dem Glauben ebenso? Wenn ja, wo bitte ist der Knopf, den ich drücken muss um überprüfbar Kontakt mit Gott zu haben? Die Antwort auf diese Frage ist einfach. Diesen Knopf gibt es tatsächlich – und er befindet sich in jedem Menschen. Es ist der „Wille“. Sie bestimmen mit ihrem Willen Gott eine Chance in ihrem Leben zu geben oder eben nicht.

Und jetzt kommt die Bibel ins Spiel. In Hunderten Beispielen zeigt die Bibel wie Glaube „funktioniert“ und wie er nicht funktioniert. Diese Beispiele sind für uns richtungsweisend. Im Matthäus-Evangelium z. B. beschreibt Jesus Leute, die in der damaligen jüdischen Gesellschaft hoch angesehen waren: Schriftgelehrte und Pharisäer, die Theologen der damaligen Zeit, Menschen mit höchstem Einfluss. Aber ihre Religion war bloß eine Scheinreligion, aufgebaut auf ihren eigenen, menschlichen Vorstellungen und nicht auf dem deutlichen Wort Gottes. 

 

Das gibt es leider auch heute. Also den damaligen Schriftgelehrten und Pharisäern musste Jesus bescheinigen, dass ihre scheinbare Frömmigkeit wertlos war. Matthäus 23:28 „So auch ihr: von außen scheint ihr vor den Menschen fromm, aber innen seid ihr voller Heuchelei und Unrecht.“ Jesus hatte immer wieder versucht, ihnen die Wahrheit, das Echte zu vermitteln, denn Wahrheit verändert den Menschen in das Wesen Jesu. Und das Ergebnis? Matthäus 23:37 „Jerusalem, Jerusalem, … Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt!“ 

Was war der Grund für ihr Versagen? Konnten sie einfach nicht glauben? Nein, es war ihr Wille – Jesus sagt deutlich: „ihr habt nicht gewollt“.

 

Es macht wenig Sinn, zu fragen, welche von den rund 30.000 christlichen Kirchen und Gemeinschaften in ihrer religiösen Ansicht Recht hat. Das ist so, als würde man die Frage stellen: Wie genau muss man Falschgeld studieren um abgesichert zu wissen, wie der entsprechend echte Geldschein aussieht. Jedem ist klar, dass man nicht das Falschgeld, sondern das echte Geld sehr gut kennen muss um in Folge das Falsche entlarven zu können. Und wenn es um die Wahrheit in geistlichen Dingen geht, haben wir die Bibel – und an der Lehre der Bibel ist jeder andere Anspruch auf Wahrheit zu überprüfen. Macht diese Schlussfolgerung Sinn für Sie? 

 

Erlauben Sie mir das anhand eines Beispiels zu illustrieren:

Ich bin in Wien geboren und aufgewachsen. Eine faszinierende Stadt. Stellen sie sich bitte vor, wir würden im Mittelalter, also vor etwa 500 Jahren zum Stephansdom spaziert sein und dann stünden wir vor dem Haupteingang dieses geschichtsträchtigen Doms. Plötzlich würde etwas unsere Aufmerksamkeit erwecken: an der linken Seite des Eingangs sind waagrecht zwei Längenmaße in verwittertem Eisen zu sehen. Eine Elle und ein Metermaß (Die gibt es dort auch heute noch!) Während wir diese beiden Maße betrachten, erklärt uns ein Freund: „Unweit vom Stephansdom ist die Tuchlaube. Also ein kleiner Marktplatz, wo Tücher und Stoffe verkauft werden. Es kommt vor, dass die Käufer mit den Verkäufern um das korrekte Längenmaß streiten, mit dem die Verkäufer die Stoffe messen … Der Streit kann geschlichtet werden, indem man gemeinsam zum „Original“ in Eisen an der linken Seite des Stephansdoms geht und von dem das Maß abnimmt. Das Original räumt jeden Zweifel aus.“

Das Maß, an dem jeder geistliche Anspruch gemessen werden muss kann für Christen nur die Bibel sein. Macht auch diese Schlussfolgerung Sinn? 

 

So weit, so gut. Aber – Glaube an Gott setzt Kommunikation mit Gott voraus. Und Kommunikation bedeutet: Sie reden mit mir und ich höre Ihnen aufmerksam zu. Dann rede ich mit Ihnen und Sie hören mir aufmerksam zu und schließlich gibt es gemeinsame Unternehmungen und die Beziehung wird verstärkt. Kann das aufmerksame Lesen der Bibel zu einer echten, überprüfbaren (Knopf) Kommunikation mit Gott führen?

 

Also eines ist schon klar - ohne Bibel wüssten wir über Jesus Christus nur einige historische Brocken. Tacitus, der römische Geschichtsschreiber übermittelt die Tatsache, dass Jesus unter Pontius Pilatus in Jerusalem gekreuzigt worden ist. Auch der jüdische Geschichtsschreiber Josephus Flavius berichtet einiges über Jesus und natürlich die jüdischen Schriften aus dieser Zeit (diese sagen sogar, dass Jesus Wunder gewirkt hat …). Aber das war´s dann auch schon. Und über den Gott der Bibel wüssten wir noch weniger – einige Inschriften, die auf einen JHWH, den Gott der Hebräer hinweisen. 

Aber – weil der Gott der Bibel ein lebendiger Gott ist und von uns Menschen gefunden werden will, deshalb hat er zuerst einmal den Menschen als „Gottsucher“ geschaffen. Und die Sehnsucht des Menschen nach Gott oder Spiritualität ist ja selbst bei denen erkennbar, die sich selbst zum Maß aller Dinge machen wollen. Treffend hat es der Kirchenvater Augustinus formuliert:

„Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir“.

Und der Apostel Paulus erklärte schon damals den Athenern: (Apostelgeschichte 17:26) „Und er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen, damit sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns.“

 

Zweitens hat der Gott der Bibel in die Bibel ein einzigartiges Instrument gelegt, über das kein anderes religiöses Buch verfügt. Und dieses Instrument ist tatsächlich in der Lage, einen Menschen zum Glauben zu führen. Dieses Instrument heißt „Prophetie“. Die ganze Bibel ist ein prophetisches Buch. Propheten sind sozusagen Sprecher Gottes.

 

Der Prophet Amos hat das fast plakativ formuliert: (Amos 3, 7) „Gott der HERR tut nichts, er offenbare denn seinen Ratschluss den Propheten, seinen Knechten.“

 

Propheten sind also Ankündiger des Handelns Gottes. Sie erklären Zusammenhänge, sie ermahnen und oft weisen sie auf zukünftige Ereignisse hin.

 

Wenn Sie die Bibel kennen lernen wollen, dann gehen Sie doch einmal auf diesen link: http://www.bibelstudien.at/bibelkurse/fernkurse/vertiefende-kurse/ 

 

Folgende Szene: Der Gott- suchende Mensch und die Bibel kommen zusammen – und der Mensch beginnt mit seinem Herzen Gott zugewandt die Bibel zu studieren.

Was geschieht jetzt?

Die Zwiesprache mit Gott führt ihn zum Gebet.

Gott begegnet jedem Menschen individuell.

 

Beispiel: Meine Eltern waren frustriert von katholischen Glaubensinhalten von der Kirche ausgetreten. Infolgedessen wuchsen mein Bruder und ich säkular auf. Ohne Bibel, ohne geistlichen Hintergrund. Und dennoch – als ich ungefähr 16 Jahre alt war, formulierte ich ein Gebet an Gott. „Gott, wenn es dich gibt, bitte mach dich in meinem Leben bemerkbar, denn will an dich glauben.“

 

Zu dieser Zeit war ich wirklich nicht auf dem religiösen Trip, ich war eher in einer jugendlichen Krise. Aber – Gott erhörte dieses Gebet. Und wenn jemand so betet, dann geschehen, soweit ich das in meinem Leben erfahren habe, zwei Dinge.

 

Erstens bringt Gott diesen Menschen in Kontakt mit der Bibel und er bringt ihn in Kontakt mit Menschen, die ihm in Glaubensfragen helfen können. Man muss nur achtgeben, dass sich zwischen Gott, Bibel und Mensch nicht von außen kommende, menschliche Theologien einmischen. Ihre direkte Zwiesprache mit Gott und ihr ganz persönliches Bibelstudium kann durch nichts ersetzt werden. So lernen sie ihren ganz persönlichen Gott kennen.

 

Der Gott der Bibel ist ein Gott der Liebe. Von ihm kommen nie und nimmer Krankheit und Leid (darüber im Blog “Glaube, wenn das eigene Kind an Krebs stirbt?“). Um Gott bedingungslos vertrauen und ihn lieben zu können benötigt es ein korrektes, biblisches Gottesbild (nicht das von Dante!). Nur WEIL jemand seinen persönlichen Gott kennt, vertraut er/sie ihm - und den Verheißungen der Bibel.

Dieses Vertrauen zu Gott trägt Sie durch herausfordernde Situationen – denken Sie an den Gottesmann Hiob. Was ihm damals geschehen ist, geschieht auch heute vielen Kindern Gottes. Auch Sie können eines Tages mit bangen Erwartungen im Sprechzimmer des Arztes sitzen und das Gespräch mit ihm raubt jede Hoffnung. Aber wenn Sie diesem Gott der Bibel vertrauen und wenn Sie sich von Gottes tröstlichen Verheißungen leiten lassen, dann erfahren Sie dass dieser Glaube trägt. Denn unserem Gott geht es um weit mehr als dass unser Leben um einige Monate oder Jahre verlängert wird.

 

Darf ich an dieser Stelle zwei Bibeltexte zitieren?

 

(John 14:1) “Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.”

 

Und was, bitte, erwartet uns dort?

(Offenbarung 21:2) “Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein: denn das Erste ist vergangen.”

 

Dieser Prozess, der da im Leben eines Menschen geschieht nennt die Bibel „Glauben“. Und wer immer sich darauf einlässt wird die phantastische Entdeckung machen, dass Glaube wirklich funktioniert.